Oder ist es gut, weil es einen Neuanfang bedeutet?
"Neue Liebe, neues Glück" heißt es so schön.
Aber wie überträgt man das aufs Abi?
Man ist ganz auf sich allein gestellt - entlassen in die Freiheit entscheiden zu müssen - ein Paradoxon.
Wie entspannt hat man doch in der Unterstufe noch auf die Frage reagiert : "Was willst du mal werden?" - man hatte ja noch Zeit.
Ich habe nurnoch 7 Monate um mich zu entscheiden.
Und ich bin einfach kein Naturwissenschaftler. Da findet sich immer was. Es ist als ob die Mixtur zur sicheren Zukunft aus Mathe, Chemie, Physik und Biologie besteht. Wenn man dann noch weiß, wie man einen Computer programiert, hat man ein Auswahl von hier nach Australien.
Ich hab da wohl den vermeindlich falschen Weg gewählt: Sprachen und soziale Gebiete liegen mir.
Alles was sich mir nach dem Abi erschließt, ist entweder vollkommen überfüllt, schlecht bezahlt oder öffentlich nicht anerkannt.
Man muss also das kleinste Übel wählen, um glücklich zu werden.
Nicht das ich sarkastisch oder pessimistisch wäre: der Job der mir liegt wird mich durchaus erfüllen. Ich möchte Lehrerin werden, Grundschullehrerin. Ich kann mir zur Zeit einfach nichts schöneres vorstellen, als für und mit kleinen Kindern zu lernen.
Leider liegt da schon das nächste Problem: ich möchte selbst einmal so ein kleines Kind "mein Eigen" nennen und das möglichst bevor ich 30 bin. Um Lehrerin zu werden muss ich aber 5 Jahre studieren, 1 Jahr ein Refrendariat absolvieren und dann ein paar Jahre arbeiten, um eine Babypause zu bekommen. (Man will ja nicht aus der Materie kommen.)
Meine Mathekenntnisse reichen dann doch noch aus, um mir das Alter zu errechnen, das ich dann erreicht haben werde: (19 + 5 + 1 + ~3 ) nämlich 28. Und das wäre nur die Regelstudienzeit. Keine sichere Sache, wenn man überlegt.
Wie gesagt, es ist geradezu unmöglich einen so simplen Weg zu gehen wie ein Naturwissenschaftler.
Ich weiß nur, dass ich mir nach meinem Abi nichts mehr verbieten werde, alles genieße und verwirkliche was ich mir wünsche - es ist schließlich schon schwer genug.
Danke fürs lesen, Nele
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